Starke Schulsozialarbeit soll Schaumburger Ausbildungsplatzgarantie nachhaltig unterstützen

Freitag, 2 September, 2016

Mit einer Verstärkung der Schulsozialarbeit an den Oberschulen des Landkreises will die CDU-Kreistagsfraktion das Pilotprojekt „Schaumburger Ausbildungsplatzgarantie“ nachhaltig unterstützen. „Es ist unser vorrangiges kommunalpolitisches Ziel der nächsten Jahre, allen Schülerinnen und Schülern, die einen qualifizierten Schulabschluss erreichen, den Einstieg in das Berufsleben zu sichern“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Gunter Feuerbach. Von daher unterstütze die Fraktion das Pilotprojekt des Landkreises mit der Stadthäger Oberschule und auch einen Antrag der SPD-Kreistagsfraktion, die Schulsozialarbeiter an den Oberschulen zusätzlich zu den in Aussicht gestellten Landesstellen weiter zu beschäftigen.
Kritisch sieht die CDU-Fraktion die Einstellungspraxis des Landes, Schulsozialarbeiter im Landesdienst mit einer niedrigen Eingangsstufe einzustellen. „Dies führt in der Praxis zu Problemen bei der Übernahme von Sozialpädagogen, die bisher im Hauptschulprofilierungsprogramm auf Stellen des Landkreises geführt wurden und zu deutlichen Einbußen in der Bezahlung der Betroffenen“, erläuterte CDU-Kreistagsabgeordneter Thorsten Kretzer aus Rinteln. Selbst wenn die Landesschulbehörde die Anregung des Landkreises umsetze und die Erfahrungsstufen und damit die Dienstjahre in der Arbeit vor Ort übernehme, würden die Schulsozialarbeiter weniger als beim Landkreis verdienen. Die CDU befürchte daher eine nicht gewollte Personalfluktuation und in der Folge Probleme in der Nachbesetzung. „Für uns steht schulpolitisch die Qualität der pädagogischen Arbeit in unseren hervorragend ausgestatteten Schulen aller Schulformen an erster Stelle“, verdeutlichte Heiko Tadge als schulpolitischer Sprecher die Situation.
„Die CDU wird alle zur Verfügung stehenden politischen Möglichkeiten nutzen, um die Arbeit in den Schulen zielgerichtet zu verbessern und nicht abzubauen“, zeigte Klaus-Dieter Drewes die Zielrichtung auf. Um Ungerechtigkeiten zu vermeiden, müsste es zu Vereinbarungen kommen, die den bereits an den Schulen beschäftigten Schulsozialarbeitern eine Besitzstandsregelung garantierten. Dazu seien die heimischen Landtagsabgeordneten aufgefordert.